Mitgliederstatistiken: Erstmals auf Basis von U18

Apr
03
2017

Die Mitgliederstatistiken des ersten Quartals basieren erstmals auf der Altersgrenze U18. Die letzte Jahreshauptversammlung hat diese Altersgrenze für die MTSJ beschlossen. Somit ist ein leichter Abwärtstrend vorprogrammiert. Mit insgesamt 315 Jugendlichen in den MTSJ-Vereinen ist der Bezirk 7 weiterhin einer der großen Bezirke in Hessen, was Jugendschach betrifft. Und auch die Teilnahme an den Hessischen Einzelmeisterschaften konnte der Bezirk auch Dank der persönlichen Betreuung der Kadertrainer steigern. Diese Statistiken werden nach Ende der Einzelmeisterschaften aktualisiert.

Was an der Mitgliedererhebung auffällt und nichts mit der Herabsetzung des Höchstalters zu tun hat, ist, dass der Verein mit den bislang meisten Jugendlichen, der SC Bad Soden, viele Jugendliche verloren hat. Auch das Durchschnittsalter des Vereins hat sich gleich um 5 Jahre erhöht. Somit muss sich der SC Bad Soden die Spitzenposition mit dem SV Griesheim teilen. Beide Vereine haben 43 Jugendliche in ihren Reihen. Etwa 50% aller Jugendlichen ist Mitglied in den 4 Vereinen SC Bad Soden, SV Griesheim, SC Hattersheim und SV Hofheim.

Der DSB-Präsidentschaftskandidat Ullrich Krause moniert in einem Interview mit dem Schachmagazin 64 zudem, dass die Mitgliederzahlen der 20- bis 40-Jährigen deutschlandweit sehr schwach seien. In unserem Bezirk sind die Mitgliederzahlen in diesem Altersbereich  wie folgt:

VereinAnzahl
SV 1920 Hofheim27
SC 1979 Hattersheim23
SC Flörsheim 192120
SV 1929 Raunheim19
SC Bad Soden19
SC 1961 König Nied17
SV 1946 Groß-Gerau15
Sfr.1932 Kelkheim13
SVG Eppstein 193213
SC Frankfurt-West13
SV Rüsselsheim 192911
SV 1934 Ffm-Griesheim9
SV 1920 Kelsterbach8
SC Steinbach8
SC Eschborn 19747
SV Mainspitze Ginsheim7
SV 1997 Nauheim6
SC 1910 Höchst4
Sfr. Hochheim3
Sfr. Taunus Königstein/Schwalbach3
Sfr. Mörfelden-Walldorf3
SC Sulzbach 19752

Das sind insgesamt 251 Mitglieder, also etwa 12-13 pro Jahrgang. Im Vergleich zu den 315 6- bis 18-Jährigen (auf der Statistik-Seite gibt es ein neues Diagramm, das die Mitgliederzahlen nach Alter aufschlüsselt), ist das tatsächlich eine niedrige Zahl. Für mich als Jugendleiter ist das nicht so überraschend: Nach dem Abitur konzentrieren sich viele auf eine Ausbildung oder ein Studium, oftmals in einer entfernten Stadt. Vereine sollten sich dieser Thematik bewusst sein und Wege finden, diese Altersgruppe mit ihrem Vereinsangebot anzusprechen. Denn was nützt die beste Jugendarbeit, wenn ein Großteil wenige Jahre später die Vereine wieder verlässt?